«Ich freue mich enorm, nach Hause zu kommen»

Im Jahre 2002 absolvierte er am Powerman Zofingen sein erstes Langdistanz-Rennen überhaupt. In der Folge wechselte Ronnie Schildknecht vom Duathlon zum Triathlon, gewann dabei den Ironman Switzerland in Zürich neunmal. Am 2. September 2018 startet der Zürcher am 30. Powerman Zofingen: Er freut sich enorm auf das Rennen, das unter dem Motto «back to the roots», steht. Schildknecht tritt aber nicht zum Plausch an, sondern will sich sein Geschenk für seinen 39. Geburtstag am 19. September gleich selbst machen. «Ich will in Zofingen Weltmeister werden.»

Ronnie Schildknecht, warum starten Sie am 2. September in Zofingen?
Ronnie Schildknecht: Ich wollte schon immer nochmals in Zofingen starten. 2002 gab ich ja mein Langdistanz-Debut in der Thutstadt. Nun schliesst sich der Kreis. Zudem wollte ich ‘mal eine andere Vorbereitung vor dem Ironman Hawaii machen.

Erinnern Sie sich noch an das Zofinger Rennen anno 2002?
Ja, sehr gut! Das war ein tolles Gefühl soweit vorne mitzumischen mit Legenden wie Oli Bernhard oder Stefan Riesen. Ich wurde auf Anhieb Sechster! Ich freue mich enorm, nun quasi wieder nach Hause zu kommen.

Mit Duathlon begonnen, dann zum Triathlon gewechselt, nun quasi wieder beim Duathlon. Für welche Sportart schlägt ihr Herz mehr?
Ich habe ja immer beides gemacht und würde mich für keine der beiden Sportarten entscheiden wollen.

Sie starten ja auch noch am Ironman auf Hawaii, an der inoffiziellen Triathlon-Weltmeisterschaft am 13. Oktober 2018. Reicht die kurze Erholungszeit nach dem Powerman Zofingen?
Das weiss ich nicht genau. Ein Sportphysiologe würde sicher davon abraten, aber der Kopf spielt ja auch noch eine grosse Rolle. Ein Sieg in Zofingen würde da sicher einen positiven Schub geben.

Sie starten am 2. September 2018 in Zofingen also mit einem sehr ambitionierten Ziel …
… Ja, ein Sieg wäre schön!

Welches werden Ihre härtesten Konkurrenten sein in Zofingen im Kampf um die WM-Krone?
Ich kenne Seppe Odeyn und Felix Köhler, welche ich beide sehr stark einschätze.

Wie sieht Ihr Training aus derzeit, eher auf Duathlon oder auf Triathlon ausgerichtet?
Ich schwimme, trotz des bevorstehenden Duathlon-WM-Starts in Zofingen, immer noch oft. Das ist aber sogar gut für den Duathlon und lockert die Beine.

Was bedeutet für Sie der Powerman Zofingen und inwiefern kann man den Powerman Zofingen mit dem Ironman Hawaii vergleichen?
Ein Sieg beim Powerman Zofingen war immer eines meiner Karriere-Ziele. Die Geschichte des Powerman Zofingen hat mich immer fasziniert. Leider hat der Stellenwert seit ein paar Jahren stark abgenommen. Aber ich hoffe, dies wird sich bald wieder ändern! Wettkämpfe kann man nur schwer miteinander vergleichen. Beides sind Weltmeisterschaften und man kann somit der Weltbeste in der jeweiligen Sportart werden!

Kommt Ihnen als Rückkehrer der Umstand entgegen, dass es beim 30. Powerman Zofingen eine neue Radstrecke gibt?
Keine Ahnung. Ich kannte ja die alte Strecke gut und fand sie super.

Ihre eigentliche Stärke werden Sie wohl auf dem Rad ausspielen?
Das wird sich zeigen.

Haben Sie die Strecke des 30. Powerman Zofingen schon inspiziert?
Ja, ich habe sie mir angesehen. Ehrlich gesagt fand ich die alte Strecke schöner und besser zu fahren.

Kommen Sie am Morgen des 2. September direkt von zu Hause aus dem Kanton Zürich nach Zofingen?
Ja, ich komme direkt von Langnau am Albis nach Zofingen an den Start.

Interview: Raphael Galliker

Bildlegende:
Ein Mammut-Programm wartet auf den bald 39-jährigen Zürcher: Ronnie Schildknecht will in Zofingen die Duathlon-WM gewinnen und danach an die Triathlon-WM auf Hawaii.
Foto: zvg